mein Garnelenaquarium - Fütterung und Vermehrung

18.8.17

Hallo ihr Lieben!
Mein letzter Beitrag zu meinem Garnelenaquarium ist nun schon wieder ein halbes Jahr her. Bisher gab es zu dem Thema folgende Beiträge auf dem Blog:

meine Aquariengeschichte und Garnelen-♥
Einrichtung des Beckens
die Einlaufphase/ Wasserwerte etc.
die Garnelen und Schnecken ziehen ein

Heute soll es nun wie angekündigt vorwiegend um die Themen Fütterung und Vermehrung gehen. Vorher möchte ich aber kurz erzählen, wie sich das Becken bisher entwickelt hat. Die Algen bin ich zum Glück schon seit Langem endgültig los, was mich sehr freut. Den roten Rennschnecken sowie den Turmdeckelschnecken geht es nach wie vor sehr gut. Von den blue dream Garnelen sterben mir leider immer mal wieder welche und ich weiß leider nicht, woran das liegt... Das ist wirklich ärgerlich. 
Außerdem sterben seit einigen Wochen die verblieben Pflanzen sowie das Javamoos immer mehr ab. Meiner Recherche im Internet nach ist ein Phosphatmangel in meinem Fall wahrscheinlich. Daher habe ich mir einen Phosphat-Test*gekauft und ich habe tatsächlich so gut wie kein Phospat im Becken. Ein klein wenig dürfte es den Pflanzen zuliebe schon sein, daher habe ich vor Kurzem einen entsprechenden Phosphat-Dünger* gekauft. Jetzt heißt es abwarten. 
Ich habe vor Kurzem auch neue Pflanzen gekauft und das Becken wieder neu eingerichtet. Bei neuen Pflanzen ist es für ein Garnelenaquarium immer wichtig, sie vor dem Einsetzten 1-2 Wochen lang zu wässern. Dafür gibt man sie in einen Eimer und wechselt täglich das komplette Wasser. So verlieren sie für die Garnelen potenziell schädliche Stoffe (z.B. Pestizide etc.).
Nun erstrahlt das Becken gerade quasi wieder in neuem Glanz und ich hoffe, dass die neue Düngung gut klappt.
tragendes Weibchen
Nun aber zum Thema Vermehrung bei Garnelen. Bei den meisten Arten, wie z.B. bei den Neocaridinas, die ich halte, ist es so, dass sie Eier unter dem Bauch tragen. Bis es soweit ist, reift im Nacken der weiblichen Garnele aber erstmal der Eifleck heran. Ist dieser reif genug, gibt es das Paarungsschwimmen im Becken. Die geschlechtsreifen Männchen schwimmen dann wie wild hinter dem entsprechenden Weibchen her und heften ihr Eipaket an die Dame an. Eine Dame kann also durchaus von mehreren Männchen befruchtet werden. Beim Herausdrücken der Eier werden diese dann befruchtet und vom Weibchen ca. 3-5 Wochen (je nach Wassertemperatur etc.) lang unter dem Bauch an ihren Schwimmbeinen ausgetragen.
Dann schlüpfen die Garnelen. Im oberen Foto seht ihr eine ganz kleine Garnele am Filter, die vielleicht ein paar Tage alt ist. Die im unteren Bild ist nur ein klein wenig älter. Sie sind anfangs wirklich winzig, ca. 1-2mm. Sie sind jedoch schon komplett selbstständig. Gerade in der ersten Zeit ist es zu empfehlen, Staubfutter zu füttern, da sich die Tiere noch wenig bewegen. Und finden sie dort, wo sie sitzen, nicht genügend Nahrung, sterben sie sehr schnell. Staubfutter ist, wie der Name schon sagt, sehr fein und verteilt sich somit gut im Becken. Auch die großen Tiere können dies problemlos fressen.
Und damit wären wir auch schon beim Thema Fütterung. Ein gutes Staubfutter kann man also immer nehmen. Hat man gerade keinen ganz kleinen Nachwuchs im Becken, geht auch anderes Futter. Garnelen fressen wirklich viele verschiedene Dinge. Hier mal einige Beispiele (im Internet finden sich ansonsten zahlreiche Futterlisten): verschiedene Blätter (z.B. vom Seemandelbaum oder der Brennnessel), getrockneter Hokkaidokürbis, Spirulinapulver (eine Alge) bzw. -blätter, Mückenlarven und Artemia (gibt es gefroren zu kaufen), fertiges Futter aus dem Handel etc.
Schnecken am Hokkaidokürbis
Um die Schnecken braucht man sich dann nicht groß extra zu kümmern. Sie fressen die Reste. Die Turmdeckelschnecken sind da eh nicht so anspruchsvoll und die roten Rennschnecken lieben z.B. den getrockneten Hokkaidokürbis und Algen. Sie befreien auch meine Scheiben komplett von Algen, sodass diese immer schön sauber sind und ich sie gar nicht zu reinigen brauche, sehr praktisch! :-)
Generell gilt: weniger ist mehr, denn so groß ist eine Garnele ja nicht. Wenn zu viel Futter zu lange im Becken liegt, kann es sonst anfangen zu gammeln und das Wasser wird unnötig belastet. Laub z.B. kann man aber einfach im Becken lassen, bis es aufgefressen ist. So kann man z.B. auch problemlos in den Urlaub fahren. Die Garnelen und Schnecken halten es gut eine Weile so aus, was ich ebenfalls sehr praktisch finde.
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So, ich denke, das sollte für einen ersten Einblick reichen. Wenn ihr Fragen zum Thema Garnelen/ Schnecken habt, nur her damit.

Habt ihr vielleicht auch ein Aquarium? Was haltet ihr darin?

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4 Kommentare

  1. Schön wie viel Mühe du dir mit deinem Becken gibst! Was hast du denn eigentlich mit dem Nachwuchs vor? Irgendwann werden es ja doch sehr viele Garnelen in einem Becken oder nicht?
    LG <3

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    1. Nee, so schnell ist ein 54 Liter Becken nicht zu voll. Dafür bräuchte ich vielmehr geschlechtsreife Garnelen. Und selbst dann würde es ewig dauern. Garnelen haben außerdem nur eine Lebenserwartung von 1,5-2 Jahren, das reguliert sich also von selbst. lg

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    2. Ach das ist ja cool. Haha hab da echt keine Ahnung von. Aber genau deswegen finde ich deine Beiträge darüber ja so interessant! :)

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    3. Das freut mich, danke! lg

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Ich freue mich, wenn du mir deine Meinung da lässt! :-)

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